Medienbruch im Unternehmen: Warum Digitalisierung keinen ROI bringt

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Eine Person hält einen Schutzhelm in der Hand und bedient ein Tablet auf einem Schreibtisch, auf dem ein Solarpanel-Modell, eine kleine Windkraftanlage und Architekturmodelle stehen – Symbol für digitale Planung, Nachhaltigkeit und moderne Ingenieurarbeit.

Digitalisierung gilt in vielen Unternehmen als zentraler Hebel für Effizienz, Transparenz und wirtschaftlichen Erfolg. Systeme für Finanzen, Projekte, Ressourcen und Analyse sind vorhanden. Dennoch bleibt der erhoffte Return on Investment (ROI) häufig aus. Ein zentraler Grund dafür ist der Medienbruch. Unternehmen verarbeiten Informationen nicht durchgängig digital, sondern übertragen sie manuell zwischen Systemen, Dateien und Formaten.

Besonders in Architektur- und Ingenieurbüros führt ein Medienbruch dazu, dass Daten zwar vorhanden sind, aber weder konsistent noch zeitnah und deshalb nicht steuerungsrelevant genutzt werden können.

Genau diesen Zusammenhang beleuchtet ein aktueller Guide „How to turn AE Tech investmens into ROI“ unseres Partners Deltek sehr praxisnah. Er zeigt anhand von Branchenzahlen und typischen Projektstrukturen, warum Digitalisierung in A&E-Unternehmen häufig an operativen Hürden scheitert und welche Stellschrauben entscheidend sind, um Technologie wirtschaftlich zu nutzen.

Hinweis: Der Guide steht ausschließlich in englischer Sprache zur Verfügung.

Warum projektorientierte Unternehmen besonders betroffen sind

Architektur- und Ingenieurbüros arbeiten projektbasiert. Jedes Projekt erzeugt kontinuierlich Daten zu Leistungen, Kosten, Ressourcen und Fortschritt. Diese Informationen entstehen in unterschiedlichen Systemen und organisatorischen Einheiten.

Je mehr Projekte parallel laufen, desto höher wird die Komplexität. Wenn Unternehmen diese Daten nicht durchgängig zusammenführen, übertragen und konsolidieren Mitarbeitende Informationen manuell. Transparenz und Steuerungsfähigkeit leiden darunter unmittelbar.

Gleichzeitig sind die Anforderungen an Nachvollziehbarkeit besonders hoch. Unternehmen müssen jederzeit beantworten können:

  • Wie ist der aktuelle Projektstand?

  • Wie entwickeln sich Kosten und Erlöse?

  • Welche Margen sind realistisch erreichbar?

Ohne konsistente Datenbasis wird genau das zunehmend schwierig, weil Transparenz fehlt und Entscheidungen nicht auf verlässlichen Informationen beruhen.

Was unterbrochene Informationsflüsse im Alltag verursachen

Im Unternehmensalltag äußert sich das Problem vor allem durch manuelle Übergaben. Mitarbeitende exportieren Daten aus Systemen, pflegen sie in Tabellen und verarbeiten sie anschließend für Berichte oder Entscheidungsgrundlagen weiter.

Dieser Umgang mit Informationen ist:

  • zeitaufwendig

  • fehleranfällig

  • abhängig von einzelnen Personen

Zusätzlich entstehen zeitliche Verzögerungen. Zahlen stehen nicht dann zur Verfügung, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, sondern erst dann, wenn die Auswertung bereits abgeschlossen ist. Steuerung erfolgt rückblickend statt vorausschauend.

Digitalisierung erzeugt so zwar Daten, aber keine echte Entscheidungsfähigkeit.

Die Ursache dafür liegt jedoch meist nicht im einzelnen Prozess, sondern in der grundsätzlichen Struktur der Systemlandschaft.

Warum fehlendes Enablement Medienbrüche verstärkt

Ein Medienbruch entsteht nicht nur durch Technik, sondern auch durch fehlende Befähigung der Mitarbeitenden. In vielen Architektur und Ingenieurbüros sind Systeme zwar vorhanden, werden aber nur in Teilen genutzt. Funktionen bleiben ungenutzt, Daten werden parallel gepflegt und manuelle Übergaben gelten als pragmatische Lösung.

Der Guide von Deltek macht deutlich, dass Enablement ein zentraler Erfolgsfaktor ist. Es geht nicht nur darum, neue Werkzeuge bereitzustellen, sondern Teams in die Lage zu versetzen, diese sicher, effizient und durchgängig zu nutzen. Ohne dieses Enablement entstehen genau jene Medienbrüche, die Transparenz und Steuerungsfähigkeit verhindern.

Ein Mitarbeiter steht in einem modernen Serverraum zwischen Serverschränken und arbeitet mit einem Tablet. Eine Präsentationsfolie mit der Überschrift „How to Empower Teams with the Right Tools“ zeigt den Zusammenhang zwischen digitalen Tools, Datenintegration, Enablement und Medienbruch sowie eine Kennzahl, dass 77 Prozent der Firmen angeben, Daten immer noch manuell zu pflegen.

Besonders deutlich wird dies an einer Kennzahl aus der 6. Deltek Clarity Studie:
77 Prozent der Unternehmen arbeiten weiterhin mit manueller Dateneingabe und Tabellenlösungen, selbst in zentralen Finanz- und Steuerungsprozessen. In komplexen Projektumgebungen verstärkt diese Arbeitsweise Medienbrüche zusätzlich.

Vertiefende Einblicke liefert der vollständige Guide „How to turn AE Tech investments into ROI“ unseres Partners Deltek.
Er richtet sich speziell an Architektur und Ingenieurbüros und zeigt:

  • warum Medienbrüche und manuelle Prozesse so weit verbreitet sind

  • welche Rolle Enablement für wirtschaftliche Digitalisierung spielt

  • wie integrierte Daten zu besseren Entscheidungen führen

Der Guide ist kostenfrei verfügbar und ausschließlich in englischer Sprache verfasst.

Die Rolle von Datensilos bei fehlender Transparenz

Ein wesentlicher Auslöser für unterbrochene Informationsflüsse sind Datensilos. Projekt Finanz und Ressourcendaten liegen häufig in getrennten Systemen vor. Eine integrierte Sicht existiert nicht.

Die Konsequenzen sind klar:

  • unterschiedliche Zahlen je nach Quelle

  • fehlendes Vertrauen in Berichte

  • Verzögerungen bei Entscheidungen

Ohne zentrale Datenbasis fehlt die Grundlage für konsistente und belastbare Steuerung.

Um diese strukturellen Lücken zu überbrücken, greifen viele Unternehmen auf ein vertrautes Hilfsmittel zurück.

Exkurs: Im Dialog über Steuerbarkeit und Systemkomplexität

Viele Unternehmen stehen an genau diesem Punkt vor derselben Herausforderung. Die Komplexität der Systemlandschaft ist über Jahre gewachsen, Transparenz fehlt und Steuerung wird zunehmend aufwendig. Gleichzeitig gibt es selten den einen richtigen Weg, sondern unterschiedliche Erfahrungen, Lösungsansätze und Perspektiven.

Genau hier setzt unser ERP Round Table am 19. März 2026 an. In einem moderierten Dialog tauschen sich Entscheiderinnen und Entscheider aus dem Mittelstand dazu aus, wie fragmentierte Systemlandschaften heute Wachstum, Marge und Projekterfolg kosten und wie sich Komplexität reduzieren lässt, um Steuerbarkeit zurückzugewinnen.

Komplexität raus. Steuerbarkeit rein.

Warum Excel Medienbrüche weiter verstärkt

In vielen Architektur- und Ingenieurbüros übernimmt Excel die Rolle eines verbindenden Elements. Tabellen werden genutzt, um Daten aus verschiedenen Systemen zusammenzuführen und auszuwerten.

Was kurzfristig hilft, verstärkt langfristig das strukturelle Problem. Informationen werden manuell bewegt, gepflegt und angepasst. Dadurch entstehen:

  • hoher Abstimmungsaufwand

  • Versionskonflikte

  • steigende Fehleranfälligkeit

Excel ist flexibel, jedoch nicht für eine kontinuierliche unternehmensweite Steuerung ausgelegt. Je stärker Tabellenlösungen eingesetzt werden, desto größer wird der Medienbruch im operativen Alltag.

Wirtschaftliche Folgen fehlender Durchgängigkeit

Ein Medienbruch wirkt sich direkt auf die wirtschaftliche Steuerung aus. Transparenz über Projektfortschritt und Margen ist eingeschränkt. Abweichungen werden spät erkannt. Risiken materialisieren sich, bevor gegengesteuert werden kann.

Typische Konsequenzen sind:

  • reaktives statt steuerndes Controlling

  • Entscheidungen auf Basis von Vergangenheitswerten

  • eingeschränkte Planbarkeit

Digitalisierung bleibt damit zwar operativ, ist jedoch nicht strategisch wirksam.

An dieser Stelle zeigt sich deutlich, dass das Problem nicht fehlende Technologie ist, sondern die Art, wie sie genutzt wird.

Wie Architektur und Ingenieurbüros wieder steuerungsfähig werden

Wirtschaftliche Digitalisierung beginnt nicht mit neuen Tools, sondern mit durchgängigen Datenflüssen. Projekt Finanz und Ressourcendaten müssen entlang des gesamten Projektlebenszyklus zusammengeführt werden.

Neben technischer Integration sind zwei Faktoren entscheidend:

  • klare Prozesse

  • befähigte Mitarbeitende

Nur wenn Teams verstehen, wie Systeme genutzt werden und welchen Beitrag sie zur Steuerung leisten, entfaltet Digitalisierung ihren Nutzen. Enablement ist damit keine Ergänzung, sondern eine Voraussetzung.

Fazit: Medienbruch ist ein Managementproblem

In Architektur und Ingenieurbüros scheitert Digitalisierung selten an fehlender Software. Sie scheitert an Medienbrüchen, manuellen Übergaben und fehlender Integration.

Solange Daten nicht durchgängig verfügbar sind, bleibt Digitalisierung teuer und ineffizient. Erst wenn Steuerung in Echtzeit möglich wird, entsteht nachhaltiger wirtschaftlicher Nutzen.

Kostenloser Guide für Architektur- und Ingenieurbüros

Der Guide unseres Partners Deltek zeigt, wie Architektur und Ingenieurbüros Medienbrüche reduzieren, Datensilos abbauen und Technologieinvestitionen in messbaren ROI übersetzen können.

  • praxisnah

  • datenbasiert

  • speziell für A&E Unternehmen

Hinweis: Das Dokument steht ausschließlich in englischer Sprache zur Verfügung.

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