Wenn Führungskräfte über Effizienz, sinkende Margen oder mangelnde Innovationskraft sprechen, fällt fast immer ein Begriff: Target Operating Model (TOM). Ein passgenaues Zielbetriebsmodell soll die Rettung sein. Dafür bauen Unternehmen Organigramme um, zeichnen Prozesse neu und verfassen seitenweise Handbücher.
Doch die Realität in den meisten Unternehmen sieht Monate später ernüchternd aus. Die PowerPoint-Folien verstauben auf dem Server, die Belegschaft ist chronisch überlastet und die Abteilungen arbeiten digital immer noch aneinander vorbei.
Das Problem dahinter besteht darin, dass klassische Zielbetriebsmodelle Relikte einer vergangenen Zeit sind. Sie stammen aus stabilen, planbaren Märkten und scheitern heute als starre Fünfjahrespläne in einer VUCA-Realität. Sie versuchen, Stabilität zu garantieren, wo der Markt eigentlich Flexibilität fordert. Bis die Verantwortlichen das Konzept final freigeben, haben sich Kundenbedürfnisse und externe Umstände bereits verändert.
Wir bei der Greenlight Consulting GmbH haben aus jahrelanger Transformations-Praxis gelernt, dass ein modernes Target Operating Model (TOM) kein starres Korsett sein darf, sondern wie ein lernendes System funktionieren muss. Aus diesem Grund haben wir das Adaptive Target Operating Model (ATOM) entwickelt. Darin verankern wir Agilität als zentrale Komponente, damit Unternehmen kontinuierlich lernen und sich leichter anpassen.
Sitzt Ihr Target Operating Model (TOM) unbemerkt in der Output-Falle?
Vielleicht kennen Sie dieses Phänomen aus Ihrem Daily Business. Ihre Teams arbeiten am Limit, die Projektlisten sind voll und intern stehen alle Ampeln auf Grün. Trotzdem wandern Kunden ab und die Ergebnisqualität sinkt.
Genau das ist die Output-Falle. Viele Unternehmen messen heute akribisch, wie viel Arbeit ihre Teams erledigen (Output). Sie vergessen dabei aber zu prüfen, was diese Arbeit beim Kunden tatsächlich bewirkt (Outcome).
Ein starres Target Operating Model führt fast immer zu Silo-Kämpfen. Die IT optimiert die IT-Kosten, der Einkauf drückt die Lieferantenpreise und am Ende leidet das Gesamtprodukt für den Kunden. Damit solche Reibungsverluste gar nicht erst entstehen, können Unternehmen klare Rollen und Verantwortlichkeiten mit der RACI-Matrix sichtbar machen und regelmäßig überprüfen. Wer sein Target Operating Model rein auf interne Durchlaufzeiten ausrichtet, repariert permanent nur Symptome, statt die Ursachen an der Wurzel zu packen.
Wie bricht das Adaptive Target Operating Model im ATOM-Framework diesen Teufelskreis?
Das Adaptive Target Operating Model (ATOM) verbindet Struktur und Agilität miteinander und ordnet Ihr Unternehmen in drei logische, ineinandergreifende Ebenen nach dem klaren Why-How-What-Prinzip:
- Der Outcome (Das Warum): Der Kunde steht im Mittelpunkt. Deshalb denken wir jede Struktur und jeden Prozess radikal von außen nach innen. Sobald ein Ablauf keinen messbaren Mehrwert für den Kunden liefert, ändern oder eliminieren wir ihn.
- Die agile Steuerungsebene (Das Wie): Hier geht es darum, wie Entscheidungen im Alltag agil getroffen werden. Anstelle von starren Vorgaben von oben setzen wir auf kurze, regelmäßige Absprachen, die auf unserer AIR-Methode basieren. Das Prinzip lebt von der gemeinsamen Beteiligung und einer geteilten Steuerung auf Augenhöhe: Alle blicken regelmäßig auf die echten Zahlen aus dem Daily Business und korrigieren den Kurs sofort, wenn sich Kundenbedürfnisse ändern. Diese gelebte Agilität sichert dem Unternehmen eine schnelle Anpassungsfähigkeit, gemeinsame Entscheidungen und eine sofortige Handlungsfähigkeit im laufenden Betrieb.
- Die operative Basis (Das Was): Das ist das handfeste Fundament, mit dem Ihre Mitarbeiter täglich arbeiten: Ihre IT, Ihre Verträge und Ihre Arbeitsabläufe. Hier setzen wir auch Künstliche Intelligenz als fleißigen digitalen Assistenten zur Datensammlung, Berichterstellung und Automatisierung von Abläufen ein. Das Ziel ist es, Ihre Mitarbeiter von lästiger Bürokratie zu befreien, damit sie sich auf das Operational Business fokussieren können.
Wie funktioniert echtes organisationales Lernen?
Ein Betriebsmodell bleibt nur dann anpassungsfähig, wenn Informationen ungehindert und schnell fließen. Im Adaptive Target Operating Model geschieht das durch ein einfaches Zusammenspiel von Informationsflüssen über 3 Ebenen:
Die operative Basis (Ebene 3) und die unterstützenden KI-Systeme sammeln kontinuierlich echtes Kundenfeedback und Prozessdaten. Dabei filtert die KI diese Datenflut im Hintergrund und leitet nur die geschäftskritischen Daten als aufbereitete Erkenntnisse nach oben an die Agile Steuerungsebene (Ebene 2) weiter.
Auf der obersten Ebene, dem Outcome (Ebene 1), wird dieser Datenstrom sofort mit dem tatsächlichen Kundennutzen und den strategischen Unternehmenszielen abgeglichen.
Auf dieser empirischen Basis führen Ihre Teams die Überprüfung (Inspection) durch: Erreichen wir noch den gewünschten Outcome? Wenn sich der Markt verschoben hat, folgt die sofortige Anpassung (Adaptation): Ein veränderter Steuerungsimpuls fließt zurück nach unten, und Prozesse oder Zuständigkeiten werden im laufenden Betrieb modifiziert.
So entsteht ein geschlossener Loop, der nicht starr die Einhaltung eines alten Plans kontrolliert, sondern das Betriebsmodell kontinuierlich an sich stetig ändernde Bedingungen anpasst. Das erhöht die Ergebnisqualität und schafft maximale Transparenz von der Hauptabteilung bis zum kleinsten Projekt.
Ihr Weg zum Adaptive Target Operating Model: Maximaler Ertrag, minimales Risiko
Für die erfolgreiche Umsetzung des Adaptive Target Operating Model im ATOM-Frameworks bei Ihnen im Unternehmen haben wir drei klare Schritte, an die wir uns halten:
- Readiness Check: In einem kompakten, zweiwöchigen Gemba-Walk analysieren wir die agile und technische Ausgangslage Ihrer Organisation. Im Anschluss erhalten Sie sofort ein ehrliches Bild bezüglich Ihrer Potenziale.
- Co-Kreatives Design: Wir definieren gemeinsam Ihre kundenorientierten Wunsch-Outcomes und etablieren die maßgeschneiderten Steuerungs-Rhythmen für Ihre Teams. Damit dieser Schritt nicht abstrakt bleibt, lohnt es sich, co-kreative Workshops wirksam zu planen und von Beginn an die relevanten Perspektiven aus der Organisation einzubeziehen.
- Pilotierung: Wir aktivieren das Modell zunächst in einer ausgewählten Abteilung. Durch die frühe Einbindung der Mitarbeiter aktivieren wir das neue Arbeitsmodell direkt in der Praxis. So weisen wir den Erfolg und die Entlastung der Belegschaft schnell und messbar nach, ohne das Gesamtgeschäft zu gefährden.
Fazit: Flexibel bleiben, wenn der Markt sich dreht
Ein modernes Betriebsmodell ist keine einmalige Umstrukturierung, die nach ein paar Monaten abgeschlossen ist, sondern die dauerhafte Fähigkeit eines Unternehmens, sich ohne großen bürokratischen Aufwand kontinuierlich an die Realität anzupassen. Wer den Fokus von reinem Fleiß (Output) auf den echten Kundennutzen (Outcome) verschiebt, hält seine Organisation fit für die Zukunft.
Das Adaptive Target Operating Model (ATOM) sorgt dafür, dass Ihre Prozesse anpassungsfähig bleiben. Es schafft klare Transparenz, erhöht die Ergebnisqualität und sorgt durch den gezielten Einsatz von unterstützender KI dafür, dass Ihre Mitarbeiter spürbar von Routineaufgaben entlastet werden – von der großen Hauptabteilung bis zum täglichen Projektgeschäft.
Am Ende geht es um eine einfache Frage: Wie viel Zeit vergeht in Ihrer Organisation, bis ein verändertes Kundenbedürfnis zu einer echten Anpassung Ihrer internen Abläufe führt?
Möchten Sie erfahren, wie ein Adaptive Target Operating Model für Ihre bestehenden Strukturen aussehen könnte?
Wir von Greenlight Consulting unterstützen Unternehmen dabei, theoretische Konzepte in funktionierende, einfache Abläufe für den Alltag zu übersetzen. Lassen Sie uns ganz unverbindlich über Ihre aktuellen Herausforderungen sprechen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Target Operating Model (TOM)
Was ist der Unterschied zwischen einem klassischen Target Operating Model (TOM) und dem Adaptive Target Operating Model (ATOM)?
Während ein klassisches Target Operating Model (TOM) meist als starrer Fünfjahresplan entworfen wird und an der Realität einer dynamischen Marktumgebung vorbeigeht, funktioniert das Adaptive Target Operating Model (ATOM) von Greenlight Consulting hingegen als geschlossener Agiler Loop. Es verbindet feste Strukturen mit agilen Prinzipien und nutzt datenbasierte Bottom-up-Impulse, um das Betriebsmodell kontinuierlich und im laufenden Betrieb an veränderte Bedingungen anzupassen.
Warum scheitern so viele Reorganisationen im Mittelstand?
Die meisten Umstrukturierungen scheitern, weil sie rein top-down verordnet werden und den Fokus fast ausschließlich auf neue Organigramme oder IT-Systeme legen. Dabei wird die operative Basis oft überlassen und die Mitarbeiter werden nicht in den Veränderungsprozess einbezogen. Ein weiterer kritischer Punkt ist die sogenannte Output-Falle: Es wird akribisch gemessen, wie viel gearbeitet wird, anstatt zu prüfen, ob die Arbeit tatsächlich einen messbaren Mehrwert (Outcome) für den Kunden liefert.
Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz (KI) in einem modernen Target Operating Model?
Im Adaptive Target Operating Model ATOM-Framework agiert KI nicht als Selbstzweck, sondern als digitaler Assistent auf der operativen Basis. Sie entlastet die Belegschaft spürbar von repetitiven Routineaufgaben wie der Datensammlung oder der Berichterstellung. Die KI filtert große Datenmengen im Hintergrund und leitet geschäftskritische Erkenntnisse direkt an die Agile Steuerungsebene weiter. Dadurch erhalten Teams eine ungefilterte, empirische Entscheidungsbasis.
Was passiert nach der Pilotierung?
Wir empfehlen, das Adaptive Target Operating Model (ATOM) nach der Pilotierung schrittweise auf die restlichen Abteilungen und Projektteams auszurichten und anschließend die agile Steuerungsebene fest in die Führungskultur des Unternehmens zu integrieren.